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Museen der Stadt Zella-Mehlis

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Große Halle

Große HalleDieser Gebäudeteil wurde errichtet, nachdem ein kleinerer Vorgängerbau und das Hauptgebäude durch einen Brand im Juni 1951 beschädigt wurden.
Die neue Halle wurde vorwiegend für die Lagerung von Material benutzt, das in der Gesenkschmiede tonnenweise verarbeitet wurde. Hier erfolgte auch der Zuschnitt des Materials auf handliche Längen z. B. auf einer Schere, die Materialstärken bis zu 50 mm Durchmesser bewältigen konnte.
Heute wird der Raum für zusätzlich gesammelte Exponate genutzt.

Doppelter SchmiedeherdDer große doppelte Schmiedeherd wurde neu errichtet, ebenso der zugehörige komplette Arbeitsplatz eines Freiformschmiedes. In seiner unmittelbaren Nähe befinden sich mehrere Gebläse (der traditionelle Blasebalg, ein Doppelzylindergebläse sowie ein elektrisch angetriebener Kreisellüfter). Beachten Sie bitte auch den Mechanismus der vom Wasserrad angetrieben werden kann, einen kleinen Riemenfallhammer und einen Federhammer, der dem Schmied die manuelle Schlagarbeit teilweise abnimmt.
Die nun folgenden Biegemaschinen sind zum Anfertigen von Radreifen erforderlich, die vom Schmied als wichtigen Zulieferer der Stellmacher (Wagner) auf Fuhrwerksräder montiert wurden. An der Wand sind verschiedene Holzwagenräder (ohne und mit Reifen) ausgestellt. Daneben steht eine Stauchmaschine zum Vergrößern von Materialquerschnitten im warmen Zustand.

Hier befindet sich auch der originale Arbeitsplatz eines Gesenkschmiedes. Er ist der technologischen Reihenfolge entsprechend gestaltet:

  • Ein Gasglühofen (befeuert mit einem Stadtgas-Luft-Gemisch) zum Erwärmen des Schmiedematerials
  • Ein Brettfallhammer (Bärgewicht 300 kg, Fallhöhe 1 m) mit entsprechenden Gesenken. Dieser Hammer kann vorgeführt werden!
  • Eine Exzenterpresse mit Schnittvorrichtung zum Entgraten der Schmiedeteile in glühendem Zustand
  • Eine zweite Exzenterpresse mit Schnittvorrichtung zum Abschneiden der glühenden Teile von der Stange und eine Fußhebelschere zum gleichen Zweck.

TurbineHier steht auch die Wasserkraftmaschine, eine funktionstüchtige Turbine, welche zum Antrieb der Brettfallhämmer von 1920 bis 1985 diente.
Das Wasser zum Antrieb der Maschine wird durch eine 50 cm starke Rohrleitung aus dem 4 m höher gelegenen Gewerksgraben zugeführt.
Bei Wassermangel in trockenen Sommern oder strengen Wintern kam ein Dieselmotor zum Einsatz. Einen solchen sehen Sie neben der Turbine.

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Montag - Freitag
10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
(letzter Einlass 16:30 Uhr)

Samstag, Sonntag und Feiertage
10:00 Uhr bis 16:00 Uhr
(letzter Einlass 15:30 Uhr)

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